Auf Tim O’Reillys Spuren: BarCamps erobern die Unternehmen

Lange Zeit waren BarCamps der Geheimtipp in der Social Media und Online Szene. Zwischenzeitlich haben sich der intensive Austausch und das effektive Networking herum gesprochen. BarCamps erobern deshalb nicht ohne Grund jetzt auch die Unternehmen – entweder zum internen Austausch der Teams untereinander oder zum Austausch mit Kunden, Geschäftspartnern und Influencern.

2003 stellte Tim O’Reilly fest, dass bei klassischen Konferenzen die Kaffeepausen die mit Abstand produktivsten Phasen darstellen. Also lud O’Reilly seine Freunde zur ersten “Unkonferenz”, dem FooCamp (Friends of O’Reilly) ein. Organisiert war lediglich die Location und die Verpflegung. Das Programm musste von den Teilnehmern selbst vor Ort organisiert werden. Die Idee zu den BarCamps war geboren.

Wie läuft ein BarCamp ab

Der größte Unterschied zu einer “normalen” Konferenz ist die Tatsache, dass es keine Sprecher Liste gibt. Damit man den Schwerpunkt des Camps dennoch vor der Anmeldung abschätzen kann – sofern sich dieser nicht bereits aus dem Namen ableiten lässt – gibt es als Anhaltspunkt im Vorfeld eine Vorschlagsliste für Themen, die man anbieten möchte.

Übrigens können auch Themen vorgeschlagen werden, zu denen man selbst gar nicht der Spezialist ist. Gerade solche Feedback Sessions sind meist besonders intensiv, weil man Antworten von Praktikern bekommt und sich unmittelbar dazu austauschen kann.

Jeder Teilnehmer, der das möchte, stellt dann am Morgen bei der sogenannten Sessionplanung seine Themen (die sogenannten Sessions) kurz vor. Gemeinsam wird daraus das Tagesprogramm gestaltet. Es trägt also jeder Teilnehmer ein kleines Stück zum Erfolg der Veranstaltung bei. Natürlich ist es keine Pflicht, selbst eine Session anzubieten. Man darf auch “nur” zuhören und mit diskutieren.

Eine Session dauert 45 Minuten. Dabei sollte ausreichend Zeit für Diskussionen zum Thema geplant werden, denn Interaktion ist Trumpf. Üblicherweise finden mehrere Session parallel in unterschiedlichen Räumen statt.

BarCamps 2013

BarCamps haben sich längst etabliert und erobern zunehmend auch die Unternehmen, sowohl als interne als auch als externe Veranstaltungen.

Denn BarCamps sind:

  • Anwender/Nutzer getrieben
  • ein aktueller Spiegel praktischer Erfahrungen
  • barrierefrei und unkompliziert
  • intensiv
  • das Format, das zu Innovationstreibern passt

Beispiele gibt es genug, etwa das BarCamp renewables – eine innovative und beteiligungsorientierte Konferenzform rund um erneuerbare Energien –  in der SMA Solar Academy in Kassel oder das HospitalityCamp  – ein Praxisforum für die Schweizer Hotellerie.

Ausreichend Gründe für CIONET in Deutschland, dieses Format künftig in sein Event Portfolio aufzunehmen. Passt es doch hervorragend zu den aktuellen Forderungen nach mehr Öffnung und Kollaboration, denen sich CIOs in Zukunft stellen müssen.

Das erste CIONET Camp ist für Ende Oktober geplant. Sobald alle offenen Punkte geklärt sind, informieren wir unter anderem hier im Blog darüber.

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